1. Intelligente Straße & flüssiger Verkehr
- Ampel-Optimierung & Smart Traffic: Flächendeckende Umrüstung auf KI- und sensorgestützte Ampelsteuerungen an Schwerpunkten (z. B. auf den Zubringern zu A40, A3, A43), um unnötige Rotphasen und Staus zu minimieren.
- Spritspurstrikte / Dynamische Freigabe: Neben der situativen Nutzung von Standstreifen auf den Autobahnen (Spritspur) werden grüne Wellen für den Hauptverkehrsfluss geschaltet, um den CO₂-Ausstoß durch Stop-and-Go zu senken.
2. Schienen- und ÖPNV-Offensive an Rhein und Ruhr
- Taktverdichtung & Modernisierung der S-Bahn/Regionalbahn: Sanierung der Engpässe auf den Hauptachsen (Duisburg–Essen–Dortmund sowie Köln–Düsseldorf) und konsequenter Ausbau von Ausweichgleisen, damit ein Ausfall nicht das gesamte Reviernetz blockiert.
- Harmonisierung der Verbünde: Auflösung von Tarif- und Planungsgrenzen im Dschungel der NRW-Verkehrsverbünde (VRR, VRS, NWL) hin zu einer zentralen, schlanken Planungsstelle, um Bürokratiekosten im Nahverkehr einzusparen.
Ein günstiges Regionalticket für NRW: Was lernen wir aus dem Ausland?
Um die Nutzung des ÖPNV attraktiv zu machen, ohne das Land finanzielle Abgründe steuern zu lassen, bieten sich erprobte Modelle an:
- Österreich – Das „Klimaticket“ (Modell 1-2-3):
- Prinzip: 1 Euro pro Tag für ein Bundesland, 2 Euro für zwei Bundesländer, 3 Euro pro Tag (1.095 € / Jahr) für ganz Österreich.
- Für NRW übertragbar: Ein „3-Euro-Tagesticket“ / 90-Euro-Monatsticket für ganz NRW oder ein stark vergünstigtes Regionalticket (z. B. 29–49 Euro pro Monat), das durch ein klares, Jahresabo-basiertes System verlässliche Einnahmen bringt.
- Luxemburg – Der kostenfreie ÖPNV:
- Prinzip: Komplett kostenloser Nahverkehr für alle.
- Bewertung für NRW: Sehr teuer in der Gegenfinanzierung und führt oft zu Überlastung bestehender Strecken. Der DAD setzt daher eher auf hohe Qualität & günstige, faire Preise statt einen reinen Nulltarif.
Wie wird das Gegenfinanziert? (Das DAD-Finanzierungsmodell für NRW)
Ein günstiges Ticket und der Ausbau der Schienennetze kosten Milliarden. Der DAD finanziert diesen Ausbau nicht durch Steuererhöhungen, sondern durch strukturelle Reformen:
- 1. Die Dienstgeber-/Arbeitgeberabgabe (Vorbild Frankreich – Versement Mobilité):
- In Frankreich zahlt jeder Betrieb ab einer gewissen Größe eine Zweckabgabe für den ÖPNV, da Unternehmen direkt von der Erreichbarkeit durch Mitarbeiter profitieren.
- DAD-Ansatz: Eine geringe, zweckgebundene Infrastrukturabgabe für Großunternehmen, die im Gegenzug durch den DAD von bisheriger Bürokratie und Energiesteuern entlastet werden.
- 2. Auflösung der Verbands-Bürokratie (VRR, VRS etc.):
- Die Zusammenlegung der doppelten Verwaltungsstrukturen in NRW bringt dreistellige Millionenbeträge ein, die direkt in den Gleisbau und Ticket-Subventionen fließen.
- 3. Umschichtung von Bundes- & Landesmitteln:
- Nutzung des durch den DAD erreichten bundesweiten Haushaltsüberschusses (durch Bürokratieabbau und Streichung versicherungsfremder Töpfe) zur gezielten Kofinanzierung von NRW-Infrastrukturprojekten.
- 4. Zweckgebundene Lenkungsabgaben:
- Ein Teil der Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließt direkt 1:1 in die Preissenkung von Bus- und Bahntickets, um den Umstieg finanziell attraktiv zu machen.
