Arbeit schafft Identität, Wertschätzung und Unabhängigkeit. Unser System setzt auf Leistung, baut den starren Mindestlohn ab und schafft Flexibilität für Mittelstand und Beschäftigte – bei fairer Entlohnung und klaren Spielregeln.
1. Abschaffung des Mindestlohns: Leistung statt Mindestarbeit
Der Gesetzgeber setzt mit dem Mindestlohn falsche Anreize. Wo nur Mindestlohn gezahlt wird, entsteht oft auch nur „Mindestarbeit“.
- Echter Leistungsanreiz: Löhne orientieren sich an Produktivität, Qualifikation und tatsächlicher Anpackmentalität.
- Echter Abstand zum Sozialsystem: Wer arbeitet, muss am Monatsende spürbar mehr Geld zur Verfügung haben als im reinen Leistungsbezug.
2. Flexible 36-Stunden-Woche: Volle Freiheit bei der Einteilung
Starke Auslastung erfordert Einsatz, ruhigere Phasen verlangen Flexibilität. Das DAD-Modell koppelt das Arbeitszeitmodell direkt an die wirtschaftliche Realität der Betriebe:
- Auftragsgesteuerte Einteilung: Die 36 Wochenstunden werden dynamisch an die Auftragslage angepasst. Bei hohem Arbeitsanfall wird mehr gearbeitet, in ruhigeren Zeiten entsprechend weniger.
- Jahres- oder Monatsarbeitszeitkonto: Überstunden verfallen nicht, sondern werden in einsatzschwächeren Zeiten abgebummelt oder ausgezahlt.
- Win-Win: Klein- und Mittelbetriebe vermeiden teure Leerlaufzeiten, Mitarbeiter profitieren von planbarer Wochenarbeitszeit bei voller Flexibilität.
3. Der 3-Jahres-Stufenplan für Quereinsteiger
Geförderter Einstieg aus dem Sozialsystem in die Vollbeschäftigung mit einem Ziellohn von 24,00 € Brutto/Stunde (36 Std./Woche = ca. 3.744 € Bruttomonatseinkommen).
| Phase | Stundenlohn Arbeitgeber | Stundenlohn Amt | Gesamtlohn / Std. | Monatsbrutto (~156 Std.) |
| Jahr 1 | 6,00 € | 18,00 € | 24,00 € | 3.744 € |
| Jahr 2 | 12,00 € | 12,00 € | 24,00 € | 3.744 € |
| Jahr 3 | 18,00 € | 6,00 € | 24,00 € | 3.744 € |
| Ab Jahr 4 | 24,00 € (voll) | 0,00 € | 24,00 € | 3.744 € |
- Mitnahmeschutz: Betriebe dürfen keine Stammkräfte entlassen, um geförderte Arbeitskräfte einzustellen.
- Abgaben: Reguläre Lohn- und Kirchensteuerpflicht sowie volle Einbindung in die Sozialversicherung.
4. Schutz der Stammbelegschaft: Die DAD-Bestandsprämie
Damit Alt-Arbeitnehmer durch den Einstiegslohn von Neuzugängen nicht benachteiligt werden, gilt für bestehende Arbeitsverhältnisse unter 24,00 €/Std.:
- Steuer- und abgabenfreie Anpassung: Erhöht der Chef den Lohn von Stammkräften schrittweise in Richtung 24,00 €, ist dieser Erhöhungsbetrag 3 Jahre lang komplett steuer- und sozialabgabenfrei.
- Beispiel: Eine Erhöhung von 18,00 € auf 24,00 € (+6,00 €/Std. = +936 € monatlich) kommt zu 100 % Netto beim Mitarbeiter an – ohne zusätzliche Lohnnebenkosten für den Betrieb.
5. Rechte, Pflichten und Integration
- Integration als Grundvoraussetzung: Teilnahmeberechtigt sind Personen, die die deutsche Sprache beherrschen und sich unserem Gesellschafts- und Rechtssystem anpassen.
- Gemeinnützige Arbeit bei Verweigerung: Arbeitsfähige Personen, die ein Einarbeitungsangebot ablehnen, verlieren den Anspruch auf reguläre Geldleistungen und werden zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet.
6. Finanzierung und volkswirtschaftliche Bilanz
Das DAD-Modell finanziert sich durch eine Umschichtung bestehender Sozialbudget-Mittel sowie durch unmittelbare fiskalische Rückflüsse:
- Kein Zusatzbudget erforderlich: Die Fördergelder stammen direkt aus den eingesparten Regelsätzen und Unterkunftskosten der Grundsicherung.
- Hohe Eigenfinanzierungsquote ab Tag 1: Durch den regulären Bruttolohn fließen pro Arbeitskraft monatlich ca. 450 € bis 550 € an Lohnsteuer sowie ca. 1.400 € an die Sozialkassen zurück.
- Selbstläufer ab Jahr 4: Spätestens nach 36 Monaten entfällt jeglicher staatliche Zuschuss. Der Staat nimmt ab diesem Zeitpunkt dauerhaft volle Steuern und Abgaben ein, ohne einen einzigen Euro dazuzuzahlen.
Fazit
Das DAD-Arbeitsmarktkonzept verwandelt passives Transfergeld in eine zukunftsorientierte Anschubfinanzierung. Es entlastet den Mittelstand von unkalkulierbaren Lohnrisiken, schafft einen unschlagbaren Leistungsanreiz für Quereinsteiger und schützt gleichzeitig die verdiente Stammbelegschaft. Statt Verwaitung von Arbeitslosigkeit erreichen wir nachhaltige Vollbeschäftigung, von der Arbeitnehmer, Unternehmen und die Solidargemeinschaft gleichermaßen profitieren.

